Rezydencja Kojsówka

Mit dem Rad ab Witów: der Radweg rund um die Tatra und das Chochołowska-Tal

Drei Meter Breite, glatter Asphalt, null Autos und ein alter Bahndamm statt Anstiegen. In Podczerwone steigt man auf eine Strecke, die auch ein Achtjähriger bequem fährt.

Das Team der Rezydencja Kojsówka · · 8 Min. Lesezeit

Eine Radfahrerin auf einem Schotterweg über Witów, dahinter das Panorama der Tatra

Kurz gefasst

  • Der Radweg rund um die Tatra (Szlak wokół Tatr) ist eine polnisch-slowakische Runde von über 280 km durch Podhale, Orava, Liptov und die Zips.
  • Der polnische Abschnitt der Hauptstrecke ist 20,6 km lang, drei Meter breit und verläuft asphaltiert auf dem Damm einer bis 1989 betriebenen Bahnlinie.
  • Auf slowakischer Seite führen weitere 14,4 km nach Trstená, ab Nowy Targ sind es insgesamt etwa 35 km.
  • Die Strecke führt über Ludźmierz, Rogoźnik, Stare Bystre, Czarny Dunajec und Podczerwone – und genau in Podczerwone steigt man von Witów am bequemsten ein.
  • Das Chochołowska-Tal ist das einzige große Tatra-Tal, in dem man radeln darf; im Kościeliska-Tal gilt ein Verbot.

Das Podhale verbindet man mit Bergen und Berge mit Anstiegen, und das reicht meist schon, damit eine Familie mit Kindern die Räder zu Hause lässt. Zu Unrecht, denn ein paar Kilometer von uns verläuft eine Strecke, die praktisch keine Anstiege hat, weil sie auf dem Damm einer alten Bahnlinie angelegt wurde.

Das ist der einfachste Weg, mit einem Kind über ein Dutzend Kilometer zu fahren, ohne Streit über „noch eine Steigung“. Und für geübtere Fahrer ist es die Gelegenheit, in die Slowakei zu fahren und zum Mittagessen zurück zu sein.

Der Radweg rund um die Tatra: was das eigentlich ist

AngabeWert
Gesamte Rundeüber 280 km, Polen und Slowakei
RegionenPodhale, Orava, Liptov, Zips
Hauptstrecke auf polnischer Seite20,6 km Asphalt, 3 m breit
UntergrundDamm einer bis 1989 betriebenen Bahnlinie
Orte unterwegsLudźmierz, Rogoźnik, Stare Bystre, Czarny Dunajec, Podczerwone
Slowakischer Abschnitt14,4 km bis Trstená
Nowy Targ – Trstená zusammenetwa 35 km
Charakterflach, ohne Autoverkehr, ausgeschildert

Die entscheidende Information steckt im Wort „Damm“. Eine Bahnlinie durfte keine steilen Steigungen haben, die daraus entstandene Strecke ist also fast auf ganzer Länge flach. Dazu kommen drei Meter Breite und glatter Asphalt, also Bedingungen, die Sie sonst nirgends im Podhale finden.

Einstieg in Podczerwone: unser Startpunkt

Von Witów aus steigt man am nächsten in Podczerwone ein, also hinter Chochołów Richtung Czarny Dunajec. Ein bequemer Punkt, denn so sparen Sie sich die Anfahrt nach Nowy Targ und sind sofort auf dem Weg.

Von dort haben Sie zwei Richtungen. Nach Westen, Richtung Grenze und weiter nach Trstená: kürzer, mit dem Grenzübertritt als Attraktion für sich. Oder nach Osten, über Czarny Dunajec und Stare Bystre Richtung Nowy Targ: länger, durch weitere Podhale-Dörfer.

Vier Varianten für unterschiedliche Ansprüche

  • Familiär: Podczerwone – Czarny Dunajec und zurück. Flach, kurz, mit der Möglichkeit, jederzeit umzukehren.
  • International: Podczerwone – Grenze – Trstená. Mittagessen auf slowakischer Seite und Rückfahrt auf derselben Strecke.
  • Ganztägig: Nowy Targ – Trstená, etwa 35 km pro Richtung, mit Transfer in eine der beiden Richtungen.
  • Ehrgeizig: weitere Abschnitte der über 280 km langen Runde, verteilt auf mehrere Tage des Aufenthalts.

Chochołowska-Tal: das einzige für Räder offene

Eine Information, die die meisten Besucher überrascht: Durch den Grund des Chochołowska-Tals darf man radeln. Vor Ort gibt es einen Verleih, man muss die Räder also nicht mitbringen.

Die Fahrt zur Hütte auf der Polana Chochołowska dauert deutlich weniger als der Marsch, der zu Fuß 2 Stunden und 10 Minuten braucht. Es bleiben also Zeit und Kraft für das, was weiter oben passiert, etwa für den Anstieg auf den Grześ oder den Trzydniowiański Wierch.

Der Ordnung halber: Im benachbarten Kościeliska-Tal gilt ein Fahrverbot sowohl für Autos als auch für Räder. Für den Transport sorgen dort ausschließlich traditionelle Pferdewagen. Das sollte man wissen, bevor man das Rad auf den Träger schnallt.

Praktisch

  • Ein Ausweisdokument, wenn Sie die Grenze in die Slowakei überqueren – auch bei freiem Verkehr gehört es dabei.
  • Helme für die Kinder und eine Warnweste für die Zubringerabschnitte zwischen Radweg und Straße.
  • Wasser und einen Snack: Auf der Strecke liegen Ortschaften, dazwischen ist es aber manchmal leer.
  • Ersatzschlauch und Pumpe: Der Asphalt ist glatt, aber ein Defekt über zehn Kilometer vom Auto entfernt wird zum Problem.
  • Eine Regenjacke: Im offenen Podhale schlägt das Wetter schneller um als im Tal.
  • Der große kostenfreie Parkplatz bei uns bedeutet, dass die Räder zwischen zwei Ausfahrten vor Ort bleiben können.

Wann fahren

Die Saison beginnt im Frühling, sobald der Schnee verschwunden ist, und dauert bis in den Spätherbst. Am angenehmsten ist es im Mai, Juni und September: warm, aber ohne Ferienandrang. Im Juli und August fährt man besser morgens los, denn auf dem offenen Radweg gibt es keinen Schatten, und mittags brennt die Sonne kräftig.

Nach der Rückkehr bleibt der beste Teil: der mit Holzfeuer aufgeheizte Badezuber und der Abend im Garten am Fluss. Nach einigen Dutzend Kilometern in den Beinen wirkt das besser als jede Massage.

Źródła

Zuletzt aktualisiert: . Gehzeiten, Öffnungszeiten und Preise sind Richtwerte. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Angaben und Bedingungen.

Mehr in dieser Kategorie

Auf zwei Rädern

Autor

Das Team der Rezydencja Kojsówka

Gastgeber des Hauses in Witów

Wir führen die Rezydencja Kojsówka in Witów, am Eingang zum Chochołowska-Tal. Die Texte in diesem Blog entstehen aus dem, was Gäste uns beim Frühstück fragen, ergänzt um Angaben aus Wanderkarten und Materialien des Tatra-Nationalparks.

FAQ

Häufige Fragen

Wo steigt man von Witów am bequemsten auf den Radweg rund um die Tatra ein?

Am nächsten in Podczerwone, hinter Chochołów Richtung Czarny Dunajec. So sparen Sie sich die Anfahrt nach Nowy Targ und sind sofort auf dem Weg. Die Räder bringt man meist mit dem Auto hin und lässt den Wagen an der Strecke stehen.

Wie lang ist die Radstrecke Nowy Targ – Trstená?

Auf polnischer Seite misst die Hauptstrecke 20,6 km Asphalt bei drei Metern Breite, auf slowakischer Seite kommen weitere 14,4 km bis Trstená dazu. Zusammen sind das etwa 35 Kilometer pro Richtung. Die Strecke führt über Ludźmierz, Rogoźnik, Stare Bystre, Czarny Dunajec und Podczerwone.

Ist die Strecke schwierig? Schaffen Kinder das?

Die Strecke verläuft auf dem Damm einer bis 1989 betriebenen Bahnlinie, ist also fast auf ganzer Länge flach und frei von Autoverkehr. Es ist der leichteste Radweg in diesem Teil des Podhale und bewährt sich gut mit Kindern. Die Länge lässt sich beliebig verkürzen, indem man an einem gewählten Punkt umkehrt.

Darf man ins Chochołowska-Tal mit dem Rad fahren?

Ja, das Chochołowska-Tal ist eines der wenigen in der polnischen Tatra, in denen man durch den Talgrund radeln darf, und vor Ort gibt es einen Verleih. Die Fahrt zur Hütte dauert deutlich weniger als der Marsch, der zu Fuß 2 Stunden und 10 Minuten braucht. Die Einfahrt ist auf die Abschnitte vor den Parkwachtposten begrenzt.

Darf man mit dem Rad ins Kościeliska-Tal?

Nein, im Kościeliska-Tal gilt ein Fahrverbot für Autos und Räder. Eine Alternative sind dort die traditionellen Pferdewagen. Wenn Sie einen Tag auf dem Rad planen, wählen Sie das Chochołowska-Tal oder den Radweg rund um die Tatra.

Braucht man ein Dokument, um in die Slowakei zu fahren?

Der Grenzverkehr ist frei, ein Ausweisdokument sollte man aber sicherheitshalber dabeihaben. Das gilt auch für Kinder. Die Fahrt auf die slowakische Seite und ein Mittagessen in Trstená sind eine der beliebteren Varianten einer Tagestour.

Kann man vor Ort ein Rad leihen?

Am Eingang zum Chochołowska-Tal gibt es einen Verleih, man muss also keine Räder von zu Hause mitbringen, um durch das Tal zu fahren. Für den Radweg rund um die Tatra sind eigene Räder bequemer, denn die Strecke beginnt an einem anderen Ort. Wir sagen Ihnen gern, wie sich der Tag je nach Ausrüstung planen lässt.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren an der Tatra?

Die Saison dauert vom Frühling bis in den Spätherbst, am angenehmsten ist es im Mai, Juni und September: warm, aber ohne Ferienmenge. Im Juli und August fährt man besser morgens los, denn der Weg verläuft im offenen Gelände und heizt sich mittags stark auf. Nach der Rückkehr in die Kojsówka wartet der Badezuber, was nach einem ganzen Tag im Sattel einen Unterschied macht.

TelefonAnfahrt